Inhaltliches

Über das „New World“-Programmkonzept:

Für das Jahr 2014 erhielten wir die Einladung zur Mitwirkung bei der
„Mannheimer Sommermusik“, größtes ehrenamtliches Musik-Festival
Deutschlands. Vorgegeben wurde das Motto „aus der neuen Welt“:
Musik aus Nordamerika. Eine ganz besondere Herausforderung, was die
Auswahl der Chorwerke betrifft. Denn anders als hier auf dem Kontinent
kann man nicht auf Jahrhunderte alte musikalische Traditionen zurück-
greifen. Die ersten Einwanderer kamen zwar schon zur Zeit des Barock in
der neuen Welt an – doch man kann sich vorstellen, dass es wenig Muse für
das Komponieren und andere erbauliche Tätigkeiten gab.

Singuläre Entdeckung im Barock-Stil ist das doppelchörige „Magnifikat“ von
Charles Theodore (Karl Theodor) Pachelbel, einem Sohn des berühmten Johann.
Auch bei William Billings (1746-1800) gibt es einiges zu finden. Vielfältig wird es
dann  im 20. Jahrhundert: sehr reizvoll die Motetten von Aaron Copland, dem
ersten Komponisten mit Weltgeltung; ganz aktuell Eric Whitacre und der Kanadier
Rupert Lang.  Auch ein paar Spirituals dürfen in einem Nordamerika-Programm
nicht fehlen, obwohl wir nun wirklich kein Gospel-Chor sind.

So entstand schlieslich ein musikalisch sehr vielfältiges Programm, das wir
ähnlich wie schon bei unseren  „Sounds of London“-Konzerten mit einigen
Raumklang-Specials bereichterten.
Last but not least erweiterte das Duo Christoph Becker (Sax) und Markus Karch
(Piano und Leitung) unterstützt von Tobias Teuffel (Va), Gregor Herrmann (Vc)
und Christian dellAndea (Kb) die Werke des Abends mit improvisatorischen
Elementen und verband so die unterschiedlichen Kompositionen und Musikstile
zu einem neuen Ganzen.

Die überaus positive Resonanz des Publikums ermunterte uns, dieses Programm
ohne Änderungen zu wiederholen. Wer das Konzert im Mannheimer Schloss
verpaßt hat, kann sich auf die weiteren Konzerte am 24.1.2015 in Heidelberg und
am 25.1. in Weinheim freuen.

 

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